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Tucson 2016 Börsenbericht

Fluorit Kupferkies Frohnau 5095_0 Kopie klein

UV + Uran Minerale

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Fluorite blue cn klein

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Tucson 2001

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Auch wenn die Anzahl der Besucher diesmal wegen des wechselhaften Wetters und auch der enormen Motel- und Hotelpreise (ab 90 U$/Person) etwas weniger erschien, so sorgten doch neben den Mineralien als solchen zwei Themen für Spannung (“Freiberg”- Silber und die erstaunlichen Auktionserlöse der Freilich Sammlung).

Mineralien:

Brasilien brachte einen weiteren Fund aus der Pedneira Mine mit recht netten Turmalinen kombiniert mit Quarz/Feldspat. Fast alle Stücke waren wieder zusammengesetzt worden, da die Sprengung wohl recht nahe an der Druse stattfand. Ab 4000 U$ konnte man dabei sein. Aus der Amethystlagerstätte Irai kamen einige Stücke mit sehr schönen Butterfly-Calcitzwillingen, die teilweise den chinesischen ähnlich waren.

Peru hatte dieses Jahr sehr schöne, intensiv orangefarbene Gipse aus einer Salzmine zu bieten, sowie einen Neufund von rosa Fluorit aus Huanzala. Die Fluoritkristalle hatten eine Kantenlänge bis zu 5 cm, waren aber alle irgendwo beschädigt. Man wollte dies “ausgleichen” indem man versuchte diese beschädigten Ecken mit Acryl zu ergänzen. (Ein verstärkter Einsatz dieses Materiels zur Verschönung mancher beschädigten Stufe fiel vor allem bei den Schauausstellungen auf. So manche Stücke in den Sonderausstellungen sind auf diese Art und Weise erst zu dem geworden, für das man sie hält). Goldfäden in kleinen Quarzhohlräumen waren die nächste Neuigkeit aus Peru.

Australien brachte wohl die besten bisher bekannten Chalkosine aus einer Goldmine, - scharfe, in die Länge gestreckte Zwillinge. Nicht nur der Preis, sondern auch Gerüchte um deren “legale” Anwesenheit haben zur Kaufzurückhaltung beigetragen.

Marokko brachte viele Vanadinitstücke auf den Markt, wobei es sich um recht große Stufen handelte. Die Qualität der Kristalle war gut, Kristalle um die 1,5 cm. Wenn Leute dann von Kristallgrößen bis zu 5 cm sprachen, dann waren das immer aus Einzelkristallen zusammengesetzte Aggregate oder Skelettkristalle, was die Stufen sehr unruhig machte. Die schönsten Stücke waren tiefrote, einzelne, ca 1cm große Idealkristalle, die frei vereinzelt auf schwarzem Baryt saßen. Leider gab es davon sehr, sehr wenige Stufen. Die besten Stücke wurden schnell verkauft, der Rest ?? Von den guten Erytrinen vom Herbst letzten Jahres war nichts mehr zu sehen.

Mexiko brachte außer einigen wenigen Silbererzen aus dem Süden nur etwas neuen Smithsonit (blaugrün) aus der San Antonio Mine, die vorübergend geschlossen ist. Mapimi brachte einige Blättercalcite auf Limonit, aber keine guten anderen Minerale. Ein kleiner Schürf bei Rodeo hat Calcitkristallgruppen in optischer Qualität hervorgebracht.

Aus USA kamen neue ged Kupferbäume (Morenci Mine), - teilweise mit Matrix - zu erschwinglichen Preisen. Fluorit und Calcit aus Tennessee war recht rar, da in dieser Mine gerade ein neuer Erzkörper erschlossen wird. Aus Nevada gab es Auripigment mit Barytkristallen, sowie weiteres Gold aus der Olinghouse Mine.

Aus Rußland ist mir neben den üblichen Mineralen in z.T. sehr guter Qualität nur eine Kombination aufgefallen, die sehr interessant war. Aus Dalnygorsk kleine Fluoritoktaeder auf Axinit mit Galenit und Sphalerit. Eine sehr ungewöhnliche und einmalige Kombination. Obwohl die Stücke sehr klein waren, wurden sehr hohe Preise dafür erzielt. Ebenfalls herausragend war ein Stück mit zwei Hochquarzstalaktiten auf Ilvaitmatrix.quarzsta Kopie

China war wieder das Land mit den meisten neuen Sachen. Langezogene, milchige Calcite mit einem Faden, wie beim Fadenquarz, goldgelbe tafelige Baryte mit schwarzer Zonierung, Fluoritzwillinge, leicht cognacfarbene Topasgruppen, sehr schön rosafarbener Inesit usw. Last not least ein “neues” Mineral, den “Hubeit”. Ob es wirklich etwas neues ist oder nicht, wird sich noch herausstellen. Es handelt sich um die bisher als Manganbabingtonit bezeichneten braunen Kristalle, die zusammen mit dem Inseit, oder aber auch alleine auf sehr attraktiven Quarzstüfchen mit Pyrit vorkommen. Man sagt, daß der “Hubeit” lediglich eine andere Struktur als der Manganbabintonit besäße, weswegen alle, die nur die chem. Zusammensetzung untersucht hätten auf den Manganbabintonit geschlossen hätten. Man wird sehen was da heraus kommt.

Im Januar wurde eine in sehr kurzer Zeit, mit sehr viel Geld zusammengekaufte Ansammlung von Mineralien (die sogn. Freilich-Sammlung) bei Sothebys in New York versteigert. Wenn man sich den Auktionskatalog und die darin angegebenen Schätzpreise ansah, kam man sich wie in einer anderen Welt vor. Das tatsächliche Ergebnis war dann zwar eher realer, da nur etwas über die Hälfte der Stücke überhaupt verkauft wurde, ein Großteil der verkauften Stücke unterhalb des Schätzpreises, aber eben auch einige zu Preisen, die nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten realisierbar sind. Das Highlight war wohl ein handgroßes Stück Pyrit aus Peru, das mit einem Schätzpreis von 45.000.- U$ angeboten wurde. Viele dachten an einen Druckfehler. Noch mehr Staunen machte sich aber breit, als dieses Stück für 75.500.- U$ den Besitzer wechselte. Nicht verkäuflich war hingegen ein recht nettes Stück Silber (ohne Matrix) aus Freiberg.

Wie nun das?? Das Thema ist sehr heikel. Seit geraumer Zeit gehen Gerüchte um die Welt, die die Identität der in den letzten Jahren auf den Markt gekommenen mit Himmelsfürst gekennzeichneten Stufen anzweifeln. Der Zweifel bezieht sich einerseits auf den Fundort, andererseits auch auf den natürlichen Ursprung der Stücke, die nie Begleitmineralien oder Matrix hatten und plötzlich in größeren Mengen auftauchten und dazu jedesmal größer wurden.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde in dem “Mineralogical Record” ein Brief an den Herausgeber veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie mit Rezepten aus alter Literatur vor 1900 mit einfachsten Mitteln zuhause, innerhalb von zwei Tagen bis zu 3,5 cm lange Silberlocken gezüchtet werden konnten. Dies wurde mit einer Abbildung belegt. Sinngemäß stellt der Autor dann am Ende die Frage, ob es nicht denkbar wäre, daß ein Labor mit guter Ausstattung Silberlocken züchten könnte, die den fraglichen Stücken aus Freiberg sehr ähnlich wären.

Es war mir möglich eines dieser frisch gezüchteten, noch hochglänzenden Silerlocken-Stücke zu fotografieren.

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 Einer eigenen Meinung zu diesem Thema möchte ich mich enthalten.

 

 

Jürgen Tron

 

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